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Bundesverfassung: Nicht mehr «Im Namen Gottes des Allmächtigen»?

In Kürze

Eine Schweizerische Bundesverfassung im Namen Gottes des Allmächtigen wird für alle Zeiten immun gegen den Missbrauch durch Kommunisten, Sozialisten, Faschisten und andere totalitäre Strömungen sein. In diesem Artikel beweise ich zudem, dass dieser Satz in der Präambel unverzichtbar ist.

Eine beliebige «humanistische» Bundesverfassung hingegen wird in Kürze der Spielball eben solcher totalitären Bewegungen sein. Sie wird Schritt für Schritt die Bürger klein und den Staat gross machen. Wollen wir das wirklich?

In diesem Artikel werde ich beweiskräftig argumentieren, warum uns die Bundesverfassung «Im Namen Gottes des Allmächtigen» vor jeglichen totalitären Strömungen schützt.

Die Idee der Abschaffung

Schon seit vielen Jahren kümmert sich die politische Linke (zu welchen ich mich vor einigen Jahren noch selber zählte) keinen Deut mehr um das Wohlergehen des Proletariats. Geschweige denn des unteren Mittelstandes. Entgegen ihren Ursprüngen ist sie heute fast nur noch ein nützlicher Idiot der Superreichen1https://www.neues-deutschland.de/artikel/1142220.coronaleugner-bill-gates-und-die-linke-kritik.html,2https://www.achgut.com/artikel/die_linken_ideologielieferanten_der_superreichen. Deshalb braucht sie auch neue/alte Betätigungsfelder. Und zwar lauten diese: Angriff auf die Familie, die Demokratie und die Verfassung. In diesem Artikel haben wir es mit Letzterem zu tun: Die Schweizer Bundesverfassung soll nicht mehr im Namen Gottes geschrieben sein.

Hier kommt Fabian Molina ins Spiel, SP Nationalrat3Ein Nationalrat kostet den Steuerzahler ca. CHF 147’000 pro Jahr und ziemlich offensichtlich kein Freund von Geschichtsbüchern. Er möchte den Satz «Im Namen Gottes des Allmächtigen» aus der Präambel der Schweizer Bundesverfassung streichen4Parl. Initiative vom 17.03.2021: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20210419. Durch seine Weltanschauung ist er aus naheliegenden Gründen nicht in der Lage, zu realisieren, dass eine solide Verfassung immer in objektiven moralischen Grundsätzen gegründet sein muss. Allerdings ist dies fast ausschliesslich mit einer jüdisch-/christlichen Weltanschauung überhaupt möglich. Denn wer die Grundrechte nicht ausserhalb des Menschen verankern will, muss diese bereits beim nächsten Windstoss preisgeben. Lebens- und Freiheitsrechte werden somit auf einer simplen Mehrheitsbasis verhandelbar. Dem Totalitarismus werden Tür und Tor geöffnet: Meinungsfreiheit? Nur, wenn gerade ruhige Zeiten sind. Und nur wenn die Meinung nicht von der staatlich vorgegebenen abweicht. Geschäftsfreiheit? Wenn der Staat stark genug ist, wird jede Transaktion reguliert. Religionsfreiheit? Nur solange man nicht Christ ist usw.

Wie kam es, dass Gott in der Bundesverfassung steht?

Den Satz «Im Namen Gottes»5in nomine domini findet man bereits im Bundesrief 1291 6https://www.admin.ch/dam/gov/de/Bundesrat/Staatskunde/Deutsche%20%C3%9Cbersetzung.pdf.download.pdf/Deutsche%20%C3%9Cbersetzung.pdf,7http://direkte-demokratie.ch/dokumente/bundesbrief.pdf

Deutsche-Uebersetzung-Bundesbrief-1291

Wer noch etwas tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, kann dies bei der Uni Bern8https://www.servat.unibe.ch/verfg/ch/index.html. Oder etwas mehr in Prosaform im historischen Lexikon der Schweiz9https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/009811/2011-05-03/.

Die Bundesverfassung im Namen Gottes ist also Teil der über siebenhundert-jährigen Geschichte der Schweiz. Zu behaupten, unsere Vorfahren seien abergläubisch oder rückständig gewesen, nennt man «chronologischen Snobismus»10C.S. Lewis; erstmals erwähnt in «Überrascht von Freude» ISBN 978-3765534553.

Was ist dann die wahre Motivation hinter diesem Vorstoss?

Seine wahre Motivation mag Molina leider nicht direkt nennen. Das ist dann eben meine Arbeit: Er glaubt als Marxist und Materialist weder an den Gott der Bibel noch an den eigentlichen Inhalt der Bundesverfassung. Beleg? Siehe meine Replik zu seinem Nau-Beitrag. Sein vorgeschobener Grund lautet indes: Der Satz verstosse gegen die «Neutralität des Staates» und sei «hochmütig und anmassend»11https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20210419. Damit lässt Molina in mehrfacher Hinsicht tief blicken, denn er:

  1. weiss nicht, was die Schweizer Neutralität bedeutet12https://de.wikipedia.org/wiki/Neutralit%C3%A4t_der_Schweiz
  2. setzt Glauben mit Politik gleich.
  3. verwechselt Demut mit Hochmut. Es ist nämlich im Gegenteil demütig, wenn wir unsere Verfassung im Namen Gottes des Allmächtigen formulieren und nicht uns fehlbare Menschen als (stets wechselnden) moralischen Standard definieren.

In wessen Namen sollten wir denn sonst objektive Werte begründen? Im Namen des Humanismus? Oder in Marx‘ Namen? Oder etwas generischer im Namen der Menschheit? Das wären wahrhaft üble Fundamente…

Weiter fürchtet Molina, dass religiöse Minderheiten sich verletzt fühlen könnten. Denn er und seine Genossen haben nämlich immer Angst um die Gefühle von religiösen Minderheiten. Wohlgemerkt nur, solange es sich dabei nicht um Christen handelt. Der übliche Gratismut eben… Und auf die seltsame ideologische Liebesaffäre «Links & Islamischer Extremismus» gehe ich hier nicht ein. Denn dann müsste ich mit den Trainingslagern der RAF bei den palästinensischen Terroristen der 70er Jahre beginnen und dann über die seltsame neue Liebe der Pseudofeministen zu Hijab, Dschihad und co. weitergehen etc. Das können andere besser 13https://www.die-linke.de/start/detail/das-linke-islamdilemma/,14https://www.unauf.de/2019/feministinnen-haben-kein-vaterland/.

Der Beweis, dass Gott in der Verfassung unser Land tatsächlich schützt!

Eine gewagte Behauptung, nicht wahr? Hier meine Argumentation: Da es sich hier um den Gott der Bibel handelt, in dessen Namen die Verfassung gilt, wird die ganze Verfassung quasi eingebettet in den Judäo-Christlichen Kontext. Mit anderen Worten: Die 10 Gebote der Bibel liegen in der Bundesverfassung implizit als ein unveränderlicher ethischer Massstab und kleinster gemeinsamer Nenner vor15Die Gebote Jesu gehen indes bekanntlich noch massiv weiter (bspw. die Feindesliebe), aber diese gelten für Seine Nachfolger.

Ich hege den leisen Verdacht, dass Molina sich dieser Tatsache durchaus bewusst ist. Es könnte allerdings auch sein, dass er Orwell’schem «Doppeldenk»16Zitat aus «1984»: Bewusste Lügen zu erzählen, an die man ehrlich glaubt,17Siehe dazu auch meinen Beitrag zu «1984» erlegen ist. Er weiss genau, dass eine Verfassung im Namen Gottes nicht angreifbar ist in grundsätzlichen Fragen bezüglich der Bürgerrechte und Menschenrechte. Warum?

  • Erstens, weil Molina keine vom Menschen unabhängige moralischen Werte begründen kann.
  • Und zweitens, weil die Ideologie, welche er vertritt, dem Dekalog18Die 10 Gebote im Alten Testament der Bibeldiametral entgegensteht.

Vor allem die folgenden:

Biblisches GebotMarxistisch-Materialistische Doktrin
Du sollst Vater und Mutter ehrenDie klassische Familie muss abgeschafft werden
Du sollst nicht tötenWenn es dem Kollektiv dient, darf ein Individuum ermordet werden
Du sollst nicht stehlenEnteignung wird gefordert, Privateigentum soll abgeschafft werden
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen NächstenDie Wahrheit ist flexibel und wird durch den Machthabenden diktiert
Du sollst nicht begehren was deines Nächsten istNeid und Missgunst auf andere wird gefördert
Vergleichstabelle moralische Werte Biblisch / Materialistisch

Aus diesem Grunde muss Molina und jeder, der seine Weltanschauung teilt, die Präambel natürlich ablehnen. Um totalitäre Ideen zu verwirklichen bedarf es nämlich massiver Eingriffe und Veränderungen in der Verfassung, die dann allesamt den biblischen Geboten widersprechen. Jede Erinnerung an einen unabhängigen moralischen Standard muss zuvor ausgetilgt werden.

Ursprünge: Wie sahen Marx und Engels die Schweiz und ihre Neutralität wirklich?

Molinas Götter19Denn jeder Mensch ist religiös heissen Karl Marx und Friedrich Engels. Lassen wir diese beiden Ur-Antisemiten20Wer Belege dafür braucht, soll Marx selber lesen, ich selber bin froh, mir diese «Lektüre» nicht weiter antun zu müssen am besten gleich selber zu Wort kommen, was sie so von unserem kleinen Land und christlichen Werten halten21https://marx-wirklich-studieren.net/marx-engels-werke-als-pdf-zum-download/:

Engels schreibt in „Der Schweizer Bürgerkrieg“

„…, daß die Enkel Tells und Winkelrieds durch keine andern Gründe zur Raison zu bringen sind als durch Kanonenkugeln, daß die Tapferkeit von Sempach und Murten nichts anders war als die Verzweiflung brutaler und bigotter Bergstämme, die sich störrisch gegen die Zivilisation und den Fortschritt stemmen!“

„Es ist ein wahres Glück, daß die europäische Demokratie endlich diesen urschweizerischen, sittenreinen und reaktionären Ballast los wird.“

„Sie beschäftigen sich in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit mit Kühemelken, Käsemachen, Keuschheut und Jodeln.“

„Sie waren arm, aber rein von Sitten, dumm, aber fromm und wohlgefällig vor dem Herrn, brutal, aber breit von Schultern und hatten wenig Gehirn, aber viel Wade.“

MEW 4, 391 ff.

und an anderer Stelle

„Hoffentlich werden die Exekutionstruppen ihr möglichstes tun, um aller Biederkeit, Urkraft und Einfalt den Garaus zu machen. Dann aber jammert, ihr Spießbürger!“

„Diese Urschweizer müssen mit noch ganz anderen Waffen bekämpft werden als mit bloßem Spott.“

MEW 4, 395

„Wenn die Nationen Europas die Fähigkeit, frei und normal zu handeln wiedererlangt haben, dann werden sie in Erwägung ziehen, was mit diesen kleinen »neutralen« Staaten geschehen soll, die sich zu Knechten einer im Vormarsch befindlichen Konterrevolution machen und sich andererseits jeder revolutionären Bewegung gegenüber neutral oder sogar feindlich verhalten und sich trotzdem als freie und unabhängige Nationen ausgeben.“

MEW 9, 94

Und zum gewaltlosen christlichen Weg meint Engels

„Kurz, wohin kämen wir mit dieser neuen Organisation? Zu der feigen, kriechenden Organisation der ersten Christen, jener Sklaven, die jeden Fußtritt mit Dank hinnahmen und die nach 300 Jahren allerdings ihrer Religion durch Kriechen den Sieg verschafften – eine Methode der Revolution, die das Proletariat wahrlich nicht nachahmen wird.“

Quelle:

MEW 17, 378

Würde ich hier noch Zitate aufführen, wie sehr Marx & Engels Demokratie und Bürgerrechte prinzipiell verachteten, würde dieser Artikel schnell Buchgrösse erreichen…Flauschig, nicht wahr?

Wollen wir das wirklich riskieren?

Es könnte nichts nicht schaden, auch mal etwas «fear tactics» anzuwenden. Sind wir uns unserer selbst so sicher, dass wir auf Gottes Seine schützende Hand über der Schweiz verzichten können? Die Frage an die Atheisten im Pascalschen Sinne22https://de.wikipedia.org/wiki/Pascalsche_Wette lautet: Was ist, wenn Gott doch existiert? Warum nicht lieber die Wette eingehen, bei der man nichts zu verlieren aber alles zu gewinnen hat?

Immerhin wurden wir vor zwei Weltkriegen verschont. Wir haben mit dieser Präambel grösstenteils Freiheit, Eigenständigkeit, wachsenden Wohlstand und Frieden gehabt. Gleichzeitig ist die Schweiz eines der weltoffensten Länder der Welt mit einem Ausländeranteil, welcher die meisten anderen Länder weltweit massiv übertrifft. Verachten wir Gottes Segen über unserem Land, kann es gut sein, dass wir ihn verlieren. Dann könnten hier wieder die Barbarei, Söldnerdienste etc. Einzug halten. Denn die Schweizer waren und sind ja doch eher ein trotziges Volk, dessen Trotz aber gerade durch solch eine Verfassung «von oben» in die richtigen Bahnen gelenkt wurde.

Ja, der Gott der Bibel hat gute Gedanken über uns Menschen. Er will uns frei und eigenverantwortlich sehen. In Verantwortung für unsere Nächsten und die Schöpfung!

Lies hier, wie ich den Nau-Artikel mit Molinas Stellungnahme Satz für Satz auseinander nehme.

Fussnoten:


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